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Fiskeri- og Søfartsmuseets folder:
Kranke Seehunde und Heuler Alljährlich werden an den Stränden kranke Robben oder Heuler – Robbenjungen die von ihrem Muttertier hinterlassen worden sind – aufgefunden. Die kranken Robben sind meistens halbjährige Jungen, die während ihrer Stillzeit im Juni/Juli nur ein unzureichendes Körpergewicht aufbauen konnten (mit darausfolgendem schlechtem Nahrungszustand) und deshalb nicht die kalte Jahreszeit durchstehen können. Diese Jungen sind stets sehr mager, haben Wunden und sind von Lungenwürmern befallen. Kranke Robben findet man am häufigsten im Herbst und Winter. Die Heuler sind neugeborene oder wenige Tage alte Robbenjungen, die aus unbekannten Gründen von ihrer Mutter getrennt worden sind und daher allein keine Überlebenschancen haben. Heuler findet man besonders zur Wurfzeit von Ende Juni bis Anfang August. In Dänemark findet weder eine Rehabilitierung (Aufzucht in Gefangenschaft) noch ein Wiederaussetzen von kranken Robben statt, da letztere für die Population in freier Wildbahn als gänzlich zwecklos aufgefasst wird. Der Robbenbestand im Wattenmeer ist gesund und hat seit den 1970’ern stetig zugenommen, so dass ein Wiederaussetzen von bereits ausgesonderten Tieren sich schädlich auf die wilde Population auswirken könnte. Viele der kranken Robben sind vermutlich Tiere, die genetisch bedingt den Kampf ums Dasein verloren haben. Normalerweise verendet etwa die Hälfte aller Jungen innerhalb ihres ersten Lebensjahres. Das Wiederaussetzen von Heulern kann potentiell großen Schaden anrichten, da die Gefahr besteht, dass die ausgesetzten Robben ihre wildlebenden Artgenossen mit Krankheiten anstecken, die aus dem Robbarium herrühren. In Dänemark ist das Aussetzen von Robben deshalb untersagt. Die dänischen Robbenbestände werden nach einem Vorsichtigkeitsprinzip bewirtschaftet, d.h. dass kranke Robben und Heuler sofort beim Auffinden eingeschläfert werden. Die toten Tiere aus dem Wattenmeerraum kommen hiernach zur Obduktion ins Fischerei- und Seefahrtmuseum in Esbjerg. |